
UNSERe wesentlichen themen
Identifikation wesentlicher Themen
Im Rahmen der Vorbereitung auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung nach CSRD haben wir 2023 eine erste Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt. Damals ging es uns vorrangig um ein erstes Verständnis des Prinzips der doppelten Wesentlichkeit.
Grundlagen schaffen
Mit diesem Vorgehen entstand eine erste Liste mit Impacts, Risks & Opportunities – kurz IROs.
Tieferes verständnis von Wesentlichkeit
Im Herbst 2024 haben wir den Prozess der Wesentlichkeitsanalyse nach CSRD weiter vertieft. Zu jedem Themenstandard haben wir zunächst eine eigene Definition erarbeitet, die unser Verständnis des Themas widerspiegelt und als Grundlage für die anschließende Bewertung und später Ableitung von Kennzahlen, Zielen und Maßnahmen dient.
Vertreter der zuvor identifizierten Interessensgruppen haben wir zu individuellen Workshops eingeladen. Gemeinsam sind wir die Nachhaltigkeitsthemen der ESRS durchgegangen und haben sowohl über die potenziellen Auswirkungen unserer Geschäftsfelder auf Umwelt und Mensch als auch die damit verbundenen finanziellen Risiken und Chancen für unser Unternehmen gesprochen. Die Ergebnisse wurden protokolliert und in ein Tool zur strukturierten Erfassung überführt.
So entstand eine Liste mit über 300 IROs, die wir im Anschluss, basierend auf Bewertungsskalen aus unserem internen Qualitätsmanagement, bewertet haben. Auswirkungen nach „Ausmaß, Umfang, Unabänderlichkeit“ und Risiken und Chancen nach „finanziellem Ausmaß“. Die Werte wurden jeweils mit einem Wahrscheinlichkeitsfaktor zum erwarteten Eintrittszeitraum bzw. zur Eintrittswahrscheinlichkeit multipliziert. So ergab sich für jedes IRO ein Wert zwischen 0 und 5. Jede vorgenommene Bewertung wurde nachvollziehbar begründet.
Basierend auf dem Median der Minimal- und Maximalwerte haben wir einen Schwellenwert festgesetzt. Erreicht die Bewertung eines IROs den Schwellenwert, wird das zugehörige Thema bzw. Unterthema von uns als wesentlich für unser Unternehmen betrachtet.
Folgende Themen wurden innerhalb dieser Rahmenbedingungen vorläufig als wesentlich nach Definition der CSRD identifiziert:

Environment
- Klimawandel
- Verschmutzung
- Biodiversität und Ökosysteme
- Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
- Lärmverschmutzung

Social
- Eigene Arbeitskräfte
- Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette

Gouvernance
- Unternehmensführung, Unternehmenskultur, Geschäftsethik
Was kommt als nächstes?
Im nächsten Schritt werden wir die Ergebnisse validieren. Dabei kann es noch zu Änderungen kommen. Sind die wesentlichen Themen final abgenommen, leiten wir konkrete Maßnahmen und Kennzahlen ab, mit denen wir den Herausforderungen begegnen und unseren Fortschritt messen.
Die Bestimmung der wesentlichen Themen ist ein dynamischer Prozess, den wir jährlich überprüfen, fortlaufend weiterentwickeln und bei Bedarf um zusätzliche Perspektiven ergänzen.
Abseits des Berichtsstandards
Wir wollen unsere Geschäftstätigkeiten auf einen Weg bringen, der Umwelt und Logistik näher zueinander bringt. Unabhängig von Vorgaben zur Ermittlung wesentlicher Themen und der korrekten Berichterstattung dazu, befinden wir uns in einem Veränderungsprozess. Die größten Hebel, die wir anlegen sind die Transformation unserer Flotte sowie die Erzeugung der Energie aus erneuerbaren Quellen. Diese beiden Projekte, die in eigens dafür geschaffenen Abteilungen und Gesellschaften umgesetzt werden, haben Sekundäreffekte auf alle von uns identifizierten ESG-Themen.
Elektrisch unterwegs

Ein Highlight des Jahres 2023 war die Aufnahme der ersten fünf vollelektrischen Autotransporter in unsere LKW-Flotte. Im Testbetrieb haben wir von unseren Fahrern und Fahrerinnen durchweg positive Rückmeldungen erhalten. Das Feedback zeigte gleichwertige oder bessere Fahrzeugeigenschaften im Vergleich zum Verbrenner-LKW.
Und die Technik überzeugt ebenfalls: Unser Energieverbrauch liegt etwa 15 % unter den erwarteten 150 kWh/100 km, was zu höheren Reichweiten führt und die Nutzung noch effizienter macht. Es zeigt sich also, dass praxistaugliche Alternativen zur Dieseltechnologie bereits heute möglich sind.
Nach der erfolgreichen Testphase haben wir die Zahl der E-LKW in der Flotte weiter erhöht. Stand September 2025 haben wir insgesamt 15 batteriebetriebene Fahrzeuge in die Flotte integriert. Sie werden an verschiedenen Standorten im Shuttle- und regionalem Verteilerverkehr eingesetzt. Zeitgleich mit der Erweiterung der Flotte bauen wir an unseren Standorten eine eigene Ladeinfrastruktur auf.
E-LKWs werden sich in den kommenden Jahren weiterentwickeln. Schon jetzt zeigen sich bei neueren Modellen verbesserte Ladeleistungen sowie eine steigende Reichweite.
Mit erneuerbaren Energien in die Zukunft
Strom wird in den kommenden Jahren zu einem der wichtigsten, wenn nicht sogar dem Hauptenergieträger. Ziel ist es, nicht nur unseren eigenen Strombedarf schrittweise zu decken, sondern auch anderen erneuerbaren Strom zu liefern. Diese Transformation sehen wir als große Chance, unser Potenzial zur Stromproduktion auf unseren Standorten voll auszuschöpfen und weitgehend unabhängig von externen Energiequellen zu werden. Allein über unseren 220.000 PKW-Stellplätzen verfügen wir über ein PV-Potenzial von über 100 MWp, ergänzt durch Chancen auf unseren Hallendächern sowie mittels Windkraft im unteren zweistelligen MWp-Bereich.
Ein Meilenstein im Jahr 2023 war die Fertigstellung des größten PV-Parkplatzüberdachungsprojekts im deutschsprachigen Raum. Mit einer Leistung von 16,3 MWp über fast 6.000 Stellplätzen in Rackwitz, wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht. Der Netzanschluss der letzten Bauabschnitte erfolgte im Januar 2024. Im Jahr 2023 wurden auf unseren deutschen Standorten rund 7.400 MWh erneuerbarer Strom erzeugt.
Und wir haben noch größere Pläne: 2025 war Baustart der PV-Parkplatzüberdachung in Kippenheim mit insgesamt rund 23 MWp hat.
Wie bei vielen unternehmerischen Projekten hängt die Ausbaugeschwindigkeit der E-Flotte und den Projekten zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen von den regulatorischen Rahmenbedingungen, unserer Bedarfsentwicklung und der wirtschaftlichen Attraktivität der Investitionen ab.
Weitere Innovationsprojekte
Die MOSOLF Gruppe – gemeinsam stark
Unsere Stärke liegt in unserer Vielseitigkeit – die Mosolf Gruppe besteht aus hochspezialisierten Einzelunternehmen, Business Units und Joint Ventures, die gemeinsam eine unschlagbare Kombination bilden. Diese flexible Struktur bietet zahlreiche Vorteile, die den Unterschied ausmachen.