
Unsere Herangehensweise
Ressourceneinsatz und Ressourcenmanagement
Für den Transport, die Reparatur und Pflege sowie für den Umbau von Fahrzeugen benötigen wir unterschiedlichste materielle Ressourcen und Energieträger. Eine besondere Rolle beim Einsatz von Ressourcen spielt der Sonderfahrzeugbau in der Business Unit „SPECIAL VEHICLES“. An den Standorten Kippenheim und Korschenbroich modifizieren wir gewöhnliche Karossen von Kleinbussen und PKWs zu Einsatzfahrzeugen.
Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen
Die wichtigsten Ressourcen für unser Geschäft:
| Ressource | Menge in 2023 |
|---|---|
| Fläche (Gesamt) | ca. 5.100.000 m² |
| Diesel | 16.774.142 Liter |
| Benzin | 159.427 Liter |
| Heizöl | 1.003.206 Liter |
| Gas | 12.082.341 kWh |
| Strom | 12.176.029 kWh |
| Wasser | 64.012 m³ |
| Abfallaufkommen | 1.994 Tonnen |
| davon Papier | 239 Tonnen |
| Reifen | 2.923 Stück |
Ressourcen Sonderfahrzeugbau:
Für den Innenausbau werden unter anderem Holz für Einbauten, Kupfer für Kabelbäume oder Sicherheitsscheiben für mehr Schutz im Fahrzeug verwendet. Für große Bauteile werden innen, wie außen große Mengen Aluminium und Stahl verbaut. Teile, die wir nicht am Markt kaufen können, stellen wir mittels 3D-Druck selbst her. Hierfür verwenden wir sortenreine Kunststoffe.
Aktuell können wir hier noch keine quantifizierten Mengen der eingekauften Produkte ausweisen, weshalb sich die Angaben hier auf Abfallbilanzen stützen.
| Ressource | Abfallmenge MSV 2023 |
|---|---|
| Holz und Holzverpackungen | 50,4 Tonnen |
| Aluminium | 17,4 Tonnen |
| Eisen, Stahl und Mischmetalle | 2,6 Tonnen |
| Zinn | 1,3 Tonnen |
| Kupfer, Bronze und Messing | 0,3 Tonnen |
Bei unseren Recherchen für diesen Bericht sind wir allerdings noch immer auf einige Grenzen gestoßen. Viele eingekaufte Produkte und Dienstleistungen können bislang nur über finanzielle Kennzahlen ausgewertet werden. Dazu zählen beispielsweise die verwendete Menge an Lacken und Motorölen oder die Menge an Wasser, die für ein Fahrzeug gebraucht wird und nicht mehr aufbereitet werden kann.
Ressourcenmanagement
Bei uns gehen Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit seit jeher Hand in Hand. Denn der Transport als Dienstleistung verbindet zwar Produktionsschritte oder Märkte miteinander, wertet das Transportgut an sich aber nicht auf. Es liegt also in unserer Firmen-DNA, unsere Prozesse so effizient wie möglich zu gestalten und damit einhergehend auch die benötigten Ressourcen so schonend wie möglich einzusetzen. Und dennoch gibt es auch bei uns noch viel Potenzial. Um diese Potenziale sichtbar zu machen, hat die Abteilung Sustainability im Jahr 2023 mit dem Aufbau einer internen Datenbank begonnen, in der die wichtigsten Daten zum Ressourcenverbrauch einheitlich erfasst und strukturiert aufbereitet werden (Zählerstände, Verbrauchsdaten, Nachfüllmengen von Heizöl oder Flüssiggas, Positionen der Abfallbilanzen unserer Entsorgungsdienstleister).
Kraftstoffverbräuche unserer LKW-Flotte
Im Bereich der Kraftstoffverbräuche unserer LKW-Flotte haben wir große Fortschritte gemacht haben. Wir konnte die Datenbasis der Tankinformationen vereinheitlichen, sodass qualifiziertere Aussagen zu den Verbräuchen möglich sind.
Gleichzeitig können wir seit 2023 die Energieeffizienz von Diesel betriebenen LKWs mit E-LKWs vergleichen. Dazu haben wir den Brennwert des eingesetzten Dieselkraftstoffs gemäß Merkblatt zur Ermittlung des Gesamtendenergieverbrauchs des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (kurz Bafa) angesetzt, um den Energieeinsatz auf Basis von kWh beider Energieträger vergleichbar zu machen.
Dabei zeigt sich, dass der mit Strom betriebene LKW etwa zweieinhalb Mal so effizient betrieben werden kann wie ein Diesel-LKW.

Unser großes Ziel ist es, mit den Kennzahlen zukünftige Entscheidungen im Unternehmen zunehmend nachhaltiger ausrichten zu können. Dazu müssen unsere Entscheider Zugriff auf die richtigen Nachhaltigkeitskennzahlen zur passenden Anforderung bekommen. Für das Berichtsjahr 2023 haben wir bereits erste Erfolge feiern können.

So konnten wir unseren Gesamtenergiebedarf von 2022 zu 2023 um zirka 3.600 MWh senken. Dabei haben Fahrerschulungen für umweltfreundliches Fahrverhalten genauso eine Rolle gespielt wie Effizienzsteigerungen bei unseren Transporten oder die sukzessive Umstellung unserer Leuchtmittel an den Standorten auf LED.
Einen Anteil an der Senkung des Bedarfs an fossilen Energieträgern haben auch unsere neuen elektrisch betriebenen LKWs. Durch sie konnten zirka 62.000 Liter Diesel eingespart und durch etwa 260 MWh Strom ersetzt werden. Am Gesamtenergieverbrauch macht das noch einen sehr kleinen Anteil aus. Mit den richtigen Rahmenbedingungen hoffen wir, dies in den kommenden Jahren sukzessive ausbauen zu können.
Weitere Auswertungen der Erhobenen Daten



Mikroplastik
Neu in den Fokus gerutscht ist im Zuge der Wesentlichkeitsanalyse hingegen das Thema Mikroplastik. Durch den Abrieb unserer Reifen gelangen jährlich zwischen 51 und 76 Tonnen Mikroplastik in die Umwelt. Berechnet haben wir diese Angabe aus den gefahrenen Kilometern und einem Wert für den Reifenabrieb, der gemäß kfz-betrieb.vogel.de zwischen 1.000 und 1.500 Milligramm pro Kilometer für einen Sattelzug liegt. Diese Kennzahl hatten wir bislang noch nicht im Blick. Allerdings wird sich der Reifenabrieb erhöhen, wenn wir vermehrt auf elektrisch betriebene LKWs umstellen. Der Grund dafür liegt im sehr viel höheren Drehmoment, mit dem der E-LKW deutlich schneller anfahren kann als ein konventioneller Diesel-LKW. Schnellere Anfahrt und größerer Druck auf dem Asphalt führen automatisch zu mehr Reibung.
Messen und Verbessern
Mit der Erhebung von Kennzahlen haben wir jedoch noch keinen Beitrag zur Verbesserung dieser geleistet. Nur weil wir wissen, dass wir etwa 64 Millionen Liter Wasser verbraucht haben, wurde kein Milliliter eingespart. Daher haben wir in unserer Strategie neben dem „Messen“ von wichtigen Kennzahlen auch die Bereiche „verbessern“ und „reden“ berücksichtigt. Gemeinsam mit unserem Projekt-Manager werden wir die Kennzahlen auswerten, die Risiken bewerten, Chancen entwickeln und mögliche Maßnahmen ableiten. Unsere Kommunikations-Managerin wird uns dann dabei unterstützen, die Erkenntnisse und Ansätze zur Verbesserung allen Mitarbeitenden zugänglich zu machen. Mit diesem Ansatz sind wir zuversichtlich, schnell weitere Erfolge zu erzielen.
Die erhobenen Kennzahlen nutzen wir außerdem auch, um Kolleginnen und Kollegen im Unternehmen mehr und mehr die Auswirkungen unserer Aktivitäten sichtbar zu machen. Dafür werden wir in 2024 beginnen, Kennzahlen so aufzubereiten, dass sie am Entstehungsort als Inspiration für nachhaltiges Handeln dienen sollen.
Die MOSOLF Gruppe – gemeinsam stark
Unsere Stärke liegt in unserer Vielseitigkeit – die Mosolf Gruppe besteht aus hochspezialisierten Einzelunternehmen, Business Units und Joint Ventures, die gemeinsam eine unschlagbare Kombination bilden. Diese flexible Struktur bietet zahlreiche Vorteile, die den Unterschied ausmachen.