Unsere Umweltauswirkungen

Umweltaspekte

Wir sind heute noch auf den Einsatz fossiler Energieträger angewiesen. Für den Betrieb der LKWs brauchen wir Diesel, unsere Standorte werden überwiegend mit Öl und Gas beheizt und auch der eingekaufte Strom ist noch nicht überall auf erneuerbaren Strom umgestellt. All das verursacht große Mengen an Treibhausgas-Emissionen.

Klimarelevante Emissionen

Wir sind heute noch auf den Einsatz fossiler Energieträger angewiesen. Für den Betrieb der LKWs brauchen wir Diesel, unsere Standorte werden überwiegend mit Öl und Gas beheizt und auch der eingekaufte Strom ist noch nicht überall auf erneuerbaren Strom umgestellt. All das verursacht große Mengen an Treibhausgas-Emissionen.

Die Unterscheidung von Emissionen nehmen wir in den Scopes 1 bis 3 gemäß dem Greenhouse Gas Protocol vor; dem international anerkannten Standard für die Bilanzierung von Treibhausgasen.

Bei der Berechnung unserer CO2-Emissionen wurden wir von der Cozero GmbH unterstützt.

0 Tonnen CO2e
Gesamtemissionen im Berichtsjahr 2023

Die Ergebnisse sind als CO2e – sprich in CO2 Äquivalenten – ausgewiesen.

CO2-Äquivalente beinhalten alle klimaschädlichen Gase. Diese werden gemäß ihren Auswirkungen quantifiziert und in CO2 umgerechnet. So hat beispielsweise Methan eine 25-fach stärke Wirkung auf den Treibhauseffekt als CO2.

Bei den ersten Nachhaltigkeitszielen haben wir unseren Fokus auf den Bereich Energie gelegt:

  • CO2 Emissionen in Scope 1+2 um 40 % senken
  • Strom aus 100 % fossilfreien Quellen gemäß EU-Vorgaben kaufen
  • eigenen Strombedarf in Deutschland bilanziell durch eigenerzeugte erneuerbare Energie decken

Wir arbeiten in unterschiedlichen Fachbereichen an einem großen Ziel: Der Dekarbonisierung unserer Aktivitäten. Alle drei Ziele sind stark miteinander verflochten. So wird der CO2-Fußabdruck automatisch gesenkt, wenn wir weniger fossile Energien einsetzen und Strom aus erneuerbaren Quellen beziehen; beziehungsweise sogar selbst erzeugen.

Emissionen nach Scopes und Emissionsquellen

Der mit Abstand größte Emittent in Scope 1+2 unserer CO2-Bilanz ist unsere eigene LKW-Flotte. Mit 40.372 Tonnen CO2e in 2023 machen diese Emissionen einen Anteil von 78 % der Scope 1+2 Emissionen (auch als Tank-To-Wheel bezeichnet) aus. Hinzu kommen weitere 10.372 Tonnen aus der vorgelagerten Wertschöpfungskette in Scope 3 (also Well-to-Tank), die durch die Gewinnung & Verarbeitung des Kraftstoffs entstehen. Berücksichtigen können wir nun auch die Emissionen, die bei der Herstellung unserer in 2023 angeschafften LKWs und Aufbauten entstanden sind.

Für die Berechnung der Emissionen, die durch Transporte entstehen, die wir nicht selbst durchführen, mussten wir bisher an einigen Stellen noch auf den kostenbasierten Ansatz zurückgreifen. Für Berechnung der Emissionen von Fremdspeditionen in 2023 haben wir die Auftragsdaten als Basis genutzt.

Wir haben aber 2023 nicht nur unsere Berechnungsmethodik weiterentwickelt. Im Rahmen eines Projektes auf europäischer Ebene, gemeinsam mit Vertretern der Fahrzeuglogistik und des Verbands der Automobilindustrie (VDA), haben wir an einer Guideline mitgearbeitet, die die Emissionsberechnungen für Automobiltransporte gemäß der ISO 14083 regelt. Initiiert wurde das Projekt vom Verband Europäischer Fahrzeuglogistiker (ECG).

Einsparpotenziale

Durch den Einsatz der ersten fünf E-LKWs konnten in 2023 bereits 124 Tonnen CO2e eingespart werden. In den kommenden Jahren wird sich dieser Wert mit zunehmender Elektrifizierung der Flotte stetig erhöhen. Stand Juli 2025 haben wir die E-Flotte auf mittlerweile 15 Fahrzeuge erweitert. Pläne für die weitere Transformation existieren bereits.

Neben der LKW-Flotte verursachen unsere Standorte zirka 7 % der Emissionen in Scope 1+2. Haupttreiber hier sind die Heizanlagen, die heute noch mit Öl bzw. Gas betrieben werden. Um diesen Umstand zu ändern, hat der Vorstand Anfang 2024 beschlossen, dass neu anzuschaffende Heizanlagen ohne fossile Brennstoffe betrieben werden müssen. Dieser Entschluss hat langfristig das Potenzial, unsere Emissionen aus Scope 1+2 um bis zu 4,9 % gegenüber dem Basisjahr 2022 zu senken. Aber auch auf Scope 3 werden die Ziele und Beschlüsse Auswirkungen haben. Denn mit einer Senkung der Kraftstoffverbräuche sinken die Emissionen nicht nur in Scope 1 (durch die Vermeidung der direkten Verbrennung), sondern gleichzeitig auch in Scope 3. Hier fallen die Emissionen weg, die bei der Gewinnung und Verarbeitung des Kraftstoffs entstehen.

Deutlich schnellere Einsparungen sind für unsere restliche Flotte möglich, wenn wir zertifiziertes HVO100 einsetzen würden. „Hydrotreated Vegetable Oils“, kurz HVO, ist ein flüssiger erneuerbarer Kraftstoff, der zu den paraffinischen Dieselkraftstoffen, sprich zu den gesättigten Kohlenwasserstoffen gezählt wird. HVO100 ist HVO in Reinform, also ohne Beimischung von konventionellem Diesel.

Der seit Anfang 2024 zugelassene Kraftstoff kann die Emissionen laut Herstellerangaben um 80 – 90 % senken. Bei der Verbrennung von HVO wird zwar ähnlich viel CO2 freigesetzt wie beim herkömmlichen Diesel. Da dieses CO2 jedoch aus nachwachsenden Rohstoffen stammt, ist die Klimabilanz besser – es kommen lediglich die Emissionen zum Tragen, die bei der Herstellung des Kraftstoffs angefallen sind. Zudem verbrennt HVO100 geruchsärmer und der Ausstoß von Feinstaub, Partikeln sowie Stickoxid ist geringer.

Warum nicht voll auf HVO 100 setzen?

90 % weniger? Warum werden dann überhaupt noch andere Alternativen weiterverfolgt? Ganz einfach. Angefangen beim Preis, der derzeit je nach Anbieter zwischen 15 bis 30 Cent je Liter höher ist, als der für konventionellen Diesel. Da machen auch die 3 Cent Einsparung pro Liter, die mit dem Wegfall der CO2-Abgabe für diesen Kraftstoff einhergehen, keinen großen Unterschied. Denn im Gegensatz zum elektrischen LKW gibt es für den Einsatz von HVO100 keine Mautbefreiung. In einem Markt, der keine Preissteigerungen in dieser Größenordnung zulässt, wird es schwierig Millionen von Litern Diesel, die jährlich benötigt werden, durch HVO zu ersetzen.

Einen weiteren Faktor wird die Verfügbarkeit darstellen. Es werden bereits heute große Mengen des neuen Kraftstoffs aus China importiert, was laut der Deutschen Umwelthilfe und der Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) das Betrugsrisiko deutlich steigert, denn es kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese Fette aus Palmölplantagen stammen.

Sobald die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für HVO gegeben sind und die Herkunft zertifiziert nachgewiesen werden kann, werden auch wir es für die Dekarbonisierung nutzen. Denn unter diesen Umständen ergibt der Einsatz als Übergangstechnologie durchaus Sinn.

Es kommt viel Bewegung in das Thema Dekarbonisierung. Zum einen erhöht sich der Druck von vielen Seiten, die Emissionen schnell und drastisch zu senken. Zum anderen ergeben sich wirtschaftliche Chancen, wenn es uns gelingt, die Energie, die wir für unsere Tätigkeiten benötigen, selbst herzustellen. Diese Chancen wollen wir ganzheitlicher angehen.

Die MOSOLF Gruppe – gemeinsam stark

Unsere Stärke liegt in unserer Vielseitigkeit – die Mosolf Gruppe besteht aus hochspezialisierten Einzelunternehmen, Business Units und Joint Ventures, die gemeinsam eine unschlagbare Kombination bilden. Diese flexible Struktur bietet zahlreiche Vorteile, die den Unterschied ausmachen.

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